ERNEUT PLATZ SECHS – STARKE VORSTELLUNG UNSERER JUNGS IM ALLGÄU

Zum vorletzten Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga führte der Weg unsere Jungs am vergangenen Freitag ins Allgäu. Nach Platz drei in Tübingen und Rang sechs am Steinhuder Meer ging das Team Weimarer Ingenieure als Tabellenfünfter in das vierte Saisonrennen. Mit Alexander Kull, Theo Sonnenberg, Stig Rudolph, John Heiland und Phil Pfeifer standen fünf erstligaerfahrene Athleten an der Startlinie.
Aufgrund eines Unwetters musste der Start zunächst verschoben und das Rennformat deutlich verkürzt werden. Statt der geplanten 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen wartete ein Supersprint über 500 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Auch die Laufstrecke wurde angepasst, sodass der Anstieg zum Kuhsteig nur einmal bewältigt werden musste.
Im kurzen Rennformat waren die ersten Minuten umso wichtiger. Alexander Kull schaffte nach dem Schwimmen den Sprung in die entscheidende erste Radgruppe:
„Der Schlüsselmoment war ganz klar der Radaufstieg beziehungsweise die ersten Meter auf dem Rad. Tom rief mir zu, dass sich dort die erste Gruppe bildet, und ich hatte noch eine kleine Lücke zu schließen, um in den entscheidenden Zug zu kommen. Nach etwa zwei Kilometern hatte ich es geschafft, sicher in dieser Gruppe zu sitzen. Mir war zu diesem Zeitpunkt schon bewusst, dass diese Gruppe das Rennen vorentscheidet und das Potenzial für eine sehr gute Platzierung mitbringt.“
Alex blieb bis zum Ende ganz vorn dabei und erreichte das Ziel als Achter und viertbester Deutscher. Damit egalisierte er seine bislang beste Einzelplatzierung in der Bundesliga.
„Nüchtern betrachtet konnte ich mit diesem Resultat meine beste Einzelplatzierung in einem Bundesliga-Rennen egalisieren. Mit etwas mehr Emotion bin ich vor allem stolz auf die Renngestaltung: Mir ist kein entscheidender Fehler unterlaufen, und zeitweise konnte ich das Rennen sogar aktiv mitgestalten. Hinter einigen bekannten Namen als vierter Deutscher ins Ziel zu laufen, macht dieses Rennen für mich persönlich zu einer meiner besten Leistungen.“
Auch Theo Sonnenberg erwischte ein starkes Rennen. Nach einigen turbulenten Situationen beim Schwimmen und beim Radaufstieg brachte er sich früh in eine gute Position.
„Bei dem entscheidenden Moment im Rennen kann ich mich nur schwer entscheiden: Als John mich bei der ersten Boje nach vorne aus dem Geprügel gestoßen hat – oder nach der Radaufstiegslinie, als ich im Stau kurz rechts auf den Schotter gefahren bin und dann mit Schwung vor in die Gruppe von Phil und Stig gefahren bin.“
Mit Platz 17 gelang Theo sein erstes Top-20-Ergebnis in der 1. Triathlon-Bundesliga.
„Ich freue mich, das erste Mal eine Top-20-Platzierung gemacht zu haben. Habe aber nicht vor, dass das die letzte sein wird!“
Stig Rudolph zeigte vor allem beim Schwimmen und auf dem Rad ein gutes Rennen. Mit seinem abschließenden Lauf und Platz 43 war er dagegen nicht vollständig zufrieden.
„Mit meinem Schwimmen und Radfahren bin ich sehr zufrieden. Vor allem beim Schwimmen habe ich große Fortschritte gemerkt. Mit dem Laufen bin ich gar nicht zufrieden. Mit einem guten Lauf wäre deutlich mehr drin gewesen. Trotzdem ist das Teamergebnis sehr zufriedenstellend. Am schönsten fand ich, dass wir trotz schwieriger Umstände ein sehr solides Ergebnis gebracht haben und als Team gut funktioniert haben.“
Auch John Heiland kämpfte nach einem guten Schwimmen mit Problemen zu Beginn des Radfahrens, fand anschließend aber wieder besser ins Rennen und kam auf Platz 51 ins Ziel.
„Persönlich war es überwiegend positiv, auch wenn ich mit der Platzierung nicht so ganz zufrieden bin. Das Team fand ich wieder sehr stark. Besonders schön finde ich eigentlich, dass wir als Team etwas zusammen machen und dabei Spaß haben.“
Pech hatte Phil Pfeifer. Nach einem guten Schwimmen verpasste er die erste Radgruppe nur knapp. Später wurde er an einer Fahrbahnverengung von einem anderen Fahrer getroffen und kam zu Sturz. Mit einigen Schürfwunden setzte Phil das Rennen fort.
„Danach war für mich die Motivation natürlich eine andere und ich wollte das Rennen eigentlich nur noch irgendwie zu Ende bringen.“
Phil kämpfte sich dennoch bis ins Ziel und schnappte sich auf den letzten Metern sogar noch einen direkten Konkurrenten. Mit Blick auf das Saisonfinale ist die Motivation bereits wieder da:
„Für Hannover will ich es auf jeden Fall nochmal besser machen und mit einem sehr guten Rennen in die Saisonpause gehen. Gerade auch mit Blick auf unseren fünften Platz mit dem Team wäre es natürlich schön, die Saison nochmal ordentlich abzuschließen und diese Saison noch einmal zu unterstreichen.“
Mit den Plätzen 8, 17, 43, 51 und 59 erreichten unsere Jungs am Ende erneut Platz sechs in der Mannschaftswertung. Nach dem Podium in Tübingen und Rang sechs am Steinhuder Meer bestätigt das Team damit seine starke zweite Saisonhälfte.
Am 5. September wartet am Maschsee in Hannover das letzte Bundesligarennen des Jahres. Mit Hannover verbinden unsere Jungs einige der besonderen Momente der vergangenen Jahre – allen voran das „Wunder von Hannover“ 2022, als das Team vor dem Finale auf einem Abstiegsplatz stand und sich mit Platz vier noch den Klassenerhalt sicherte. Auch danach war Hannover immer wieder ein gutes Pflaster für uns.
Die Erinnerungen sind also gut, die Ausgangslage diesmal deutlich angenehmer. Unsere Jungs reisen in guter Form nach Hannover und wollen dort eine bislang starke Saison entsprechend abschließen.
Links
Scoreboard:
https://www.ingweultras.com/scoreboard/
Re-Live des Rennens:
https://www.youtube.com/watch?v=nK5XvXucNqQ&t=88s
