GRIMMA – EIN TAG ZUM LERNEN
Bild: Jürgen Scheere
Mit anderen Erwartungen war unsere zweite Mannschaft zum vorletzten Rennen der 2. Bundesliga Nord nach Grimma gereist. Nach den starken Ergebnissen der bisherigen Saison gingen unsere Jungs als Tabellenführer ins Rennen. Am Ende stand mit Platz zwölf allerdings ein Ergebnis, das uns deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückließ. In der Gesamtwertung fiel das Team damit vor dem Saisonfinale in Hannover auf Rang vier zurück.
Bester Weimarer des Tages war Birk Bült, der als einer der jungen Athleten im Aufgebot mit Platz zehn überzeugte. Direkt dahinter folgte Peter Lehmann auf Rang 13. Emil Völlger belegte bei seinem ersten Einsatz für das Team Platz 49. Für Hannes Ruhnke endete das Rennen mit einer DSQ, nachdem er beim Schwimmen versehentlich eine Boje ausgelassen hatte. Paul Adelt musste das Rennen nach einem Sturz vorzeitig beenden. Für Peter hielt das Rennen dennoch einen besonderen persönlichen Moment bereit. Nach mehr als zehn Jahren in der Bundesliga gelang ihm beim Schwimmen etwas, das er selbst so noch nicht erlebt hatte.
„Für mich persönlich war der entscheidende Moment, als mir klar wurde, dass ich nach über zehn Jahren Bundesliga zum ersten Mal direkt nach dem Schwimmen in der ersten Gruppe saß – und diese dann auch noch gefahren ist“, sagt Peter mit einem Augenzwinkern.
Für Emil Völlger war Grimma der erste Einsatz für das Team. Nach einem guten Schwimmen und einer entsprechend guten Ausgangsposition verlor er auf dem Rad einige Plätze, konnte sich beim abschließenden Lauf aber wieder etwas nach vorn arbeiten.
„Mit meinem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, weil ich weiß, dass ich es eigentlich besser kann. Mit dem Schwimmen war ich zufrieden und konnte eine gute Ausgangsposition schaffen. Beim Radfahren bin ich leider nicht richtig in den Rhythmus gekommen und habe dadurch unnötig viele Plätze verloren. Beim Laufen konnte ich dann zumindest noch ein paar Plätze gutmachen. Insgesamt nehme ich aus dem Rennen viel mit und weiß, woran ich arbeiten möchte.“
Neben dem sportlichen Ergebnis blieb für Emil vor allem die Erfahrung seines ersten gemeinsamen Bundesliga-Wochenendes mit der Mannschaft hängen.
„Mein erster Einsatz für das Team war eine richtig gute Erfahrung. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Die anderen haben mir die Wettkampfstrecke gezeigt und erklärt, wie der Ablauf beim Wettkampf ist. Auch untereinander haben wir uns gut unterstützt, was die Stimmung in der Gruppe sehr angenehm gemacht hat. Ein besonderer Moment war für mich, als das Team vor dem Start aufgerufen wurde. Da hat man noch einmal richtig gemerkt, dass man nicht alleine für sich startet, sondern gemeinsam als Team.“
So wichtig diese Erfahrungen gerade für Birk, Emil, Hannes und Paul sind: Mit dem Ergebnis von Grimma können und wollen wir nicht zufrieden sein. Nach einer bis dahin starken Saison hat das Rennen deutlich gezeigt, an welchen Stellen noch Arbeit vor uns liegt. Peter ordnet den Tag mit Blick auf die junge Mannschaft entsprechend ein:
„Wir konnten für die Jungs wertvolle Erfahrungen sammeln, auch wenn einige Lektionen dabei sicherlich sehr hart waren. Das Ergebnis gibt auf keinen Fall die Leistungsfähigkeit der Mannschaft wieder.“
Am 5. September in Hannover bietet sich bereits die Gelegenheit, das zu zeigen. Als Tabellenvierter gehen unsere Jungs ins Saisonfinale und wollen dort eine bislang starke Zweitliga-Saison mit einem besseren Ergebnis abschließen. Auch Emil richtet den Blick bereits nach vorn:
„Ich hoffe, dass ich es beim Saisonfinale in Hannover besser umsetzen kann. Ich freue mich schon sehr auf meinen nächsten Einsatz für das Team.“
Scoreboard: