PLATZ FÜNF! UNSERE BESTE BUNDESLIGA-SAISON!
Fünf Rennen, ein Podestplatz und am Ende Rang fünf in der höchsten deutschen Triathlonliga. Unsere Jungs haben 2026 das beste Gesamtergebnis unserer Erstliga-Geschichte erreicht. Und wer sich daran erinnert, wo wir vor vier Jahren standen, kann über diesen fünften Platz eigentlich nur staunen.

2022 waren wir gerade in die 1. Triathlon-Bundesliga zurückgekehrt und standen vor dem letzten Rennen in Hannover auf einem Abstiegsplatz. Dann kam dieser vierte Platz am Maschsee, mit dem unsere Jungs den Klassenerhalt doch noch perfekt machten. Ein Rennen, das uns als das „Wunder von Hannover“ bis heute in besonderer Erinnerung geblieben ist.
Vier Jahre später kann unsere Mannschaft um Podestplätze kämpfen. Dazwischen lagen drei Saisons mit den Gesamträngen neun, zehn und elf, unser erstes Erstliga-Podium 2024 in Hannover und jede Menge gemeinsame Erfahrungen.
John Heiland war damals schon dabei und hat die Entwicklung aus nächster Nähe miterlebt:
„Von der Leistung her haben wir uns schon ein wenig gesteigert und sind konstanter geworden. Vor allem mit den schnellen Nachwuchssportlern“, erklärt John.
Auch Theo Sonnenberg gehört seit dem Wiederaufstieg zu unserer ersten Mannschaft. Er hebt besonders die Veränderungen im Kader hervor:
„Wir haben seit 2022 neben den damaligen Erstligasportlern wie John, Alex und mir viele vielversprechende Starter dazubekommen. Leon ist über die Jahre immer häufiger in der ersten Mannschaft gestartet und auch Phil und Stig haben sich spätestens dieses Jahr mit starken Ergebnissen etabliert. Darüber hinaus haben wir mit internationalen Sportlern wie Lawrence eine weitere Stütze für unser Team.“
Was inzwischen möglich ist, zeigten unsere Jungs beim zweiten Saisonrennen in Tübingen. Nach Platz neun zum Auftakt im Kraichgau erwischte die Mannschaft dort einen richtig guten Tag. Lawrence Martindale kam als Zweiter aus dem Wasser, mischte auf dem Rad in der Spitzengruppe mit und lief schließlich als Siebter ins Ziel. Auch abseits der Rennstrecke fügte sich Lawrence auch in diesem Jahr hervorragend in unsere Mannschaft ein und erwies sich als richtig guter Teamkollege. Alle unsere Starter landeten unter den besten 30! Das bedeutete Platz drei und damit den zweiten Erstliga-Podestplatz nach Hannover 2024.
Mit zwei sechsten Plätzen am Steinhuder Meer und im Allgäu hielten unsere Jungs auch in den folgenden Rennen Anschluss an die vorderen Tabellenplätze. Besonders im Allgäu gab es noch einmal Grund zur Freude: Alex Kull wurde Achter und Theo Sonnenberg erreichte mit Platz 17 erstmals die Top 20 der 1. Bundesliga.
Für Phil Pfeifer kamen die Bundesligarennen nach einer bis dahin eher durchwachsenen DTU-Cup-Saison genau zur richtigen Zeit. Bei der Deutschen Meisterschaft gelang ihm mit Platz 18 zudem eines seiner bislang besten Ligaergebnisse.
„Die 1. Bundesliga war für mich persönlich eine richtig gute Möglichkeit, die Saison noch einmal ein Stück weit wiedergutzumachen und mir wieder mehr Selbstvertrauen zu erarbeiten. Umso mehr freut es mich, dass ich mit einem guten Ergebnis auch etwas an das Team zurückgeben konnte.“
Dabei war längst nicht alles einfach. Mal ging es ganz vorne in der Radgruppe zur Sache, mal musste Phil mit einem Sturz oder einem unangenehmen Schwimmen zurechtkommen. Und dann war da noch der Versuch, beim Laufen wenigstens eine Runde an Theo dranzubleiben.
Dass er trotzdem mit vielen guten Erinnerungen zurückblickt, liegt auch an den gemeinsamen Wochenenden:
„Die lustige Atmosphäre hat mir in den harten Momenten der Saison auf jeden Fall etwas Lockerheit zurückgegeben, die hier und da sicher enorm geholfen hat.“
Für Stig Rudolph liegt der Reiz der 1. Bundesliga vor allem im sportlichen Vergleich:
„Die erste Bundesliga bedeutet für mich, mich mit anderen erwachsenen Sportlern zu messen und ein Renngefühl zu erleben, das dem internationalen Niveau entspricht. Hier kann ich sehen, wie ich mich sportlich weiterentwickelt habe und wo ich im Vergleich zu den anderen Athleten stehe.“
Dabei geht es Stig keineswegs nur um die eigene Platzierung. „Ich bin sehr stolz und froh, Teil dieses Teams zu sein. Es motiviert mich zusätzlich, wenn wir als Team weit vorne mit dabei sind, und spornt mich an, mich persönlich weiterzuentwickeln.“
Auch Jaron Kollmeier, Jahrgangskollege von Phil und Stig, machte 2026 auf sich aufmerksam. Er qualifizierte sich sowohl für die Junioren-Europameisterschaft als auch für die Junioren-Weltmeisterschaft und feierte beim Saisonfinale in Hannover sein Erstliga-Debüt.
Leon Fischer hatte es dagegen nicht immer leicht. Trotz eines schwierigen Winters und etwas Rennpech, unter anderem durch einen Sturz am Steinhuder Meer, hat er immer wieder stark gekämpft. Gleich zum Saisonauftakt im Kraichgau trug er als Staffelstarter zum neunten Platz unserer Mannschaft bei und sorgte damit für einen gelungenen Start ins Bundesligajahr.
Beim letzten Rennen in Hannover mussten unsere Jungs noch einmal einen schwierigen Tag überstehen. Nach einem alles andere als optimalen Rennbeginn war diesmal nicht mehr als Platz elf drin. Für die Gesamtwertung reichten die zuvor gesammelten Punkte aber aus: 71 Wertungspunkte und Platz fünf in der Abschlusstabelle!
Für John ist dieses Ergebnis vor allem ein zusätzlicher Ansporn:
„Ich denke, das steigert die Motivation bei allen, weil man nun weiß, was möglich ist. Sei es bei den etablierten Erstliga-Startern oder beim Nachwuchs aus der Zweiten, der sieht, wohin es gehen kann.“
Theo sieht den Erfolg ebenfalls als Ansporn, bleibt aber realistisch: „Platz fünf ist ein historisches Ergebnis für das Team. Wir dürfen jetzt aber nicht erwarten, dass uns dieser Platz jedes Jahr gelingt. Ich denke aber, dass in unserem Team noch Potenzial steckt, das wir in den nächsten Jahren ausschöpfen können.“
Jungen Triathleten aus Thüringen eine sportliche Perspektive zu bieten, gehört seit der Gründung zu den zentralen Gedanken unseres Teams. Mit unseren beiden Bundesligamannschaften haben wir dafür eine gute Grundlage.
Sportlicher Leiter Tom Eismann kann sich über das Ergebnis jedenfalls noch immer ziemlich freuen:
„Platz fünf ist Wahnsinn! Wir haben uns von einer Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpfen musste, zu einer Mannschaft entwickelt, die Podestplätze erreichen kann. Das Wunder von Hannover war krass. Aber jetzt Platz fünf in der Gesamtwertung und ein Podium in der 1. Bundesliga – das ist völlig irre.“
Was 2026 besonders gut funktioniert hat?
„Die Jungs sind weitestgehend gesund und verletzungsfrei geblieben. Sie waren selbstbewusst, wussten um ihre Fähigkeiten und sind die Rennen konzentriert angegangen. Gleichzeitig hatten sie immer dieses geile Maß an Lockerheit. Und wenn doch mal jemand ausgefallen ist, hatten wir immer einen guten Ersatz parat. Sie haben sich voll reingehauen und waren in den richtigen Momenten richtig abgezockt. Die Jungs haben das einfach richtig gut gemacht. Das war gar nicht mal so schlecht ... ;-)“
Und auch für die kommenden Jahre hat er eine klare Vorstellung:
„Unsere erfahrenen Sportler können auf diesem Niveau abliefern und gleichzeitig die Jüngeren unter ihre Fittiche nehmen. Der Nachwuchs ist da, auch wenn er noch ein bisschen Welpenschutz hat. Wir wollen gern so weitermachen.“
Zu unserer Bundesliga-Saison gehören aber nicht nur die Jungs auf der Strecke. Unsere Ultras waren wieder mit jeder Menge Leidenschaft dabei und bekamen in diesem Jahr unter anderem Verstärkung aus unserem Juniorteam und vom Triathlonverein Dresden. Schön, dass ihr dabei wart!
Ein besonderer Dank geht an Tom, Jana und Maike für die mediale Begleitung unserer Mannschaft und die vielen Einblicke rund um unsere Rennwochenenden. Ebenso danken wir unserem Betreuerteam sowie unseren Partnern und Sponsoren, die unseren Weg begleiten und vieles überhaupt erst möglich machen.
Platz fünf in der 1. Triathlon-Bundesliga. Was für ein Jahr!